„Die Bankrotterklärung des Ehrenamtes“

Ein Meinungsbeitrag von Christian Ohm

Die politische Debatte über die gesellschaftliche Ausrichtung in der Bundesrepublik Deutschland lässt mich kritisch mit den Organisationsstrukturen in Nordrhein Westfalen umgehen: Denn meine Erfahrungen in den Jahren 2017 bis 2021 mit Vereinen in Nordrhein–Westfalen sind doch eher zwiegespalten.

Tennisvereine in Nordrhein Westfalen
Zunächst: Ich habe mich zuletzt im Jahre 2006 für eine Vereinsorganisation in NRW engagiert. Die Fusion des Hildener TC Rot Weiß e. V. mit dem Hildener AT e. V. war eine gute Erfahrung für mich. Dort wurde nicht durch die „Brille des Ehrenamtes“ geschaut, sondern sehr professionell eine Verschmelzung zweier Vereine umgesetzt. Lange danach habe ich nur professionell Tennis auf den Plätzen eines Unternehmen – der Tennis Ranch Wilhelm Bungert – Tennis gespielt und bin nun als Geschäftsführer des TB Meerbusch e. V. engagiert, wo ebenso professionelle Strukturen im Teremeer gegeben sind.
In den Sommermonaten habe ich nun einen „Ausflug in eine Tennisvereinigung in Nordhein-Westfalen unternommen, und konnte feststellen dass die ehrenamtlich Tätigen überfordert waren, bei einer Compliance im Tennissport.
In dem Tennisklub war als Trainer im Jahre 2020 bis 2021 ein Marokkaner tätig. Dieser wurde im Lockdown des Jahres 2020 bis 2021 auffällig, da er an einer „Querdenkerdemo in Brüssel“ teilgenommen hatte und ohne Maske bei der Versammlung demonstrierte und dies im Internet veröffentlichte.
Nicht mehr aufzuklären war für mich und dem geschäftsführenden Vorstand des Clubs die steuerliche Handhabung von ausländischen Trainern. Da auch der § 30 der Abgabenordnung gilt, außerdem das Steuergeheimnis des Tennisklubs mich bindet, habe ich zum 26. September 2021 nach fünfwöchiger Tätigkeit für den Club, die Compliance im Tennissport beendet. Für alle Interessierten füge ich eine Veröffentlichung aus der Fachzeitschrift TennisSport des Jahres 2011 von mir hinzu mit dem Titel „Handgelder sind strafbar“.
Lieder konnte ich bei der Erörterung mit dem Vorstand des Tennisklubs am 23. September 2021 keine Übereinstimmung bei der Auslegung der Maskenpflicht im Tennisverein erzielen. Das Bundesgesundheitsministerium konnte mir am 27. September 2021 meine Rechtsauffassung bestätigen. Ingesamt war die Bearbeitung der ehrenamtlich Tätigen für mich nicht ausreichend.

Hilfsorganisationen in Nordrhein Westfalen
Im Jahre 2017 konnte ich auf Einladung mich für eine Nordrhein-Westfälische Hilfsorganisation für Kinder in Krisengebieten engagieren, und ich nahm am 29. Juni 2017 an einer Veranstaltung der CDU/CSU Bundestagsfraktion im Reichstagsgebäude teil in Berlin mit dem Titel „Vergewaltigung ist eine Kriegswaffe Schweigen beenden, Überlebende stark machen“.

Bei dieser bekannten Hilfsorganisation wurden Verstöße gegen die steuerliche Praxis bei Mitarbeitern bei Auslandeinsätzen angemahnt. Die Compliance und die Aufarbeitung dieser Unregelmäßigkeiten wurden von einer Seite des geschäftsführenden Vorstandes angemahnt. Allerdings wurde auch hier, meiner Meinung nach, der Vorgang nicht entsprechend aufgearbeitet. Da ich zuvor über viele Jahre professionell als Partner einer internationalen Firma die Fluchtursachen vor Ort mindern konnten – indem wir deutsche zivile Investments im Ausland vermittelten – und die der Demokratisierung in Entwicklungshilfeländern dienten, konnte ich mir ein Bild davon machen, wie die Flüchtlingspolitik durch Hilfsorganisationen forciert wurde.

Fazit:
Die Integration eines marokkanischen Tennisspielers als Trainer in einem deutschen Tennisklub ist gescheitert – auch an den unzureichenden ehrenamtlichen Strukturen im Tennissport. Die Organisation von Flüchtlingen nur den Hilfsorganisationen zu überlassen, wird die Regeltreue nicht fördern. Da sowohl bei den Tennisvereinigungen als auch bei der Flüchtlingspolitik Fördergelder des Landes Nordrhein-Westfalen und der Bundesrepublik Deutschland verwendet werden, gilt meiner Meinung nach, ein genauer Blick in die Förderziele.
„Fluchtursachen sollten vor Ort gemindert werden“ hatte schon der ehemalige Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ in Bonn), Herr Dr. Gerd Müller beim Kongress am 29. Juli 2017 in Berlin gesagt. Und ich schließe mich meinungsbildend an, dass nur professionelle Strukturen die Integration von Ausländern in Tennisorganisationen ermöglichen.

Christian Ohm ist DTB A-Lizenz-Trainer und Jurist und gehört dem ATP Initativkreis seit dem Jahre 2018 an ist als Geschäftsführer im TB Meerbusch seit 2019 engagiert.

Kontakt: Al-Aqyan Iraq, Baghdad reg.nr 21514, Jadeira
Copyright Christian Ohm, 17. Oktober 2021

TS 04 2011 Handgelder

 

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